2. Top-Magazin Hofbräu Cup am 08.09.2007

by Alfred Koch

Bogeys in Bierlaune

Marhördt - noch nie gehört! Oder doch? Natürlich, das ist doch ein Golfplatz im Schwäbischen, irgendwo zwischen Schwäbisch Hall, Backnang und Heilbronn. Richtig, und ein richtig schöner sogar. Mitten im Herzen des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald fliegen seit 1993 die Golfbälle auf einer naturverbundenen und überaus abwechslungsreichen 18-Loch-Anlage. Seit gut zwei Jahren hat auch das Clubhaus seine Pforten geöffnet - mittlerweile lockt das "Landhaus Noller" nicht nur Golfer in Scharen an.

Oberboss Peter Noller macht's möglich. Der Chef des Familienunternehmens Noller, einem Fachbetrieb für Landschaftspflege mit 50 Angestellten und zahlreichen Spezialfahrzeugen im benachbarten Schönbronn, hat seine Visionen zielstrebig in die Tat umgesetzt. Wo sich kürzlich noch Fuchs und Hase gute Nacht sagten, kurven nun regelmäßig stattliche Karossen mit auswärtigen Kennzeichen durch die idyllische Landschaft, und fast alle zieht's zum Landhaus Noller, wo es sich trefflich speisen und übernachten lässt - vor oder nach der Golfrunde auf den direkt angrenzenden 65 Hektar Hügellandschaft mit 18 abwechslungsreichen Bahnen, umgeben von sattgrünen Fairways und trutzigen Mischwäldern.

Auch die Bogeys konnten den Lockrufen aus Marhördt, einem Ortsteil der 3700-Seelen-Gemeinde Oberrot, nicht widerstehen. Peter Noller hatte gerufen, und Klaus Sattler hatte die Teilnahme am 2. Top-Magazin-Hofbräu-Cup am 08.09.2007 zugesagt. Im Klartext: Zwölf Bogeys, teilweise in Begleitung, hatten den Weg nach Marhördt gefunden - und setzten, gewissermaßen "in Bierlaune", auch die Akzente. Allen voran wieder einmal Stefan Albrecht, der sich nach zähem Saisonstart in anhaltender Hochform befindet und sein exzellentes Handicap von 1,3 erneut bestätigte. Mit einer Par-72-Runde und somit 36 Punkten war er unangefochtener Brutto-Sieger. Hans Michelberger und Krassimir Balakov lagen mit je 23 Punkten auch noch unter den ersten Zehn der Brutto-Liste mit insgesamt 92 Teilnehmern. Verletzungsbedingt musste sich Hermann Ohlicher dieses Mal mit der Zuschauerrolle begnügen.

Im Netto-Bereich glänzte vor allem Arie Haan, der mit 42 Punkten sein Handicap von 29,7 auf 26,7 verbesserte. Auch Herbert Rudel (Hcp 19,4) war mit 37 Punkten noch "eins unter", während sich der wiedergenesene Klaus Funk (Hcp 13,3) nach verpatztem letzten Loch mit "eins drüber" und 35 Punkten begnügen musste. Unter ihren Möglichkeiten blieben: Rainer Schütterle, Klaus-Dieter Sieloff, Buffy Ettmayer, Klaus Sattler, Alfred Koch und Gerhard Meier-Röhn.

Apropos Buffy. Der Spaßmacher vom Dienst hatte diesmal seine Abneigung gegenüber den drohenden Regenwolken überwunden und wurde dafür mit einer trockenen Runde belohnt. Beinahe hätte er sogar den Sonderpreis "nearest to the line" gewonnen, nachdem sein Abschlag an Loch 12 direkt an einer auf dem Fairway befestigten Schnur zum Liegen gekommen war. Doch der lustige österreicher mit den lockeren Sprüchen hatte die Kordel offenbar als Zusatz-Schikane verstanden und seine Ballposition nicht markiert. So musste er die zwei Tickets für den bevorstehenden Porsche-Tennis-Grandprix der Damen in Stuttgart einem Konkurrenten überlassen. Und auch interfamiliär gab's eine weitere Watsch'n für Buffy, denn Frau Susi hatte wieder einmal, im Gegensatz zu ihrem gewichtigen Gemahl, exakt ihr Handicap gespielt.

Bei der Siegerehrung gab es ein dickes Lob für die Herausgeberin des Stuttgarter TOP-Magazins, Karin Endress, die bereits zum zweiten Mal den "TOP-Magzin-Hofbräu-Cup" organisierte und erneut für ein erlesenes Starterfeld sorgte. Ein großes Dankeschön gab es aber auch für den Hofbräu-Vorstand Gisbert Sattler, den Initiator dieses Turniers, und seinen Vorstands-Kollegen Bernhard Rebel sowie den Moderator Philippe Piscol vom Co-Sponsor Radermacher Reisen. Zum krönenden Abschluss gab`s noch einen Scheck in Höhe von 3.000 Euro für das Kinderkrankenhaus "Olgäle" in Stuttgart - finanziert durch Startgelder und die Unterstützung von Hofbräu.

Aber nicht nur der Golfsport war bei diesem Event vertreten - die ehemalige top-ten-Spielern Anke Huber, die während ihrer aktiven Zeit das deutsche Damen-Tennis gemeinsam mit Steffi Graf repräsentierte, hatte den Weg nach Marhördt gefunden und die Siegerpreise überreicht. Als Sportdirektorin des Stuttgarter Porsche Tennis Grand Prix hatte sie u.a. auch Tickets für den bevorstehenden Klassiker im Damentenniszirkus im Gepäck.

Nach einem köstlichen Dinner-Buffet, von Küchenchef Olaf Schopf und seinem Team liebevoll zubereitet, konnte Hausherr Peter Noller das erfreuliche Fazit ziehen: "Soweit hat alles gepasst!" Versteht sich, dass der schwäbische Golf-Geheimtipp Marhördt jetzt auch bei den Bogeys voll angekommen ist. Ein Wiedersehen im nächsten Jahr wird bereits erwogen, und "in absehbarer Zeit" wird Peter Noller wohl auch seine Vision von 27 Löchern verwirklichen